Selten gab es eine Situation, in der Kapitalanleger sich so viele Gedanken um ihre Investitionen machen mussten wie in den letzten Jahren. Niedrige Zinsen und die Schuldenkrise in Europa machen Sachwerte immer beliebter.
In zahlreichen Empfehlungen in puncto Anlage von Finanzen werden Investitionen in Sachwerte angepriesen. Der Grund dafür ist die anhaltende Niedrigzinsphase sowie die Schuldenkrise in Europa. Da tauchen Gedanken auf, wie sich die mögliche Situation in Griechenland auf die Sparzinsen auswirken wird. Aber auch die schleichende Inflation beeinflusst die Wahl der Kapitalanlage. Daher muss es nicht wundern, dass Experten zu Anlagen in Form von Immobilien, Gold oder anderen Sachwerten raten. Doch dies gilt in erster Linie für langfristige Geldanlagen. Wer allerdings auf liquides Kapital angewiesen ist, dem empfiehlt sich nach wie vor das Tagesgeldkonto.
Doch auf der anderen Seite darf man die Empfehlung für Sachwerte auch nicht als allgemeingültig betrachten. Sind wir doch mal ehrlich: Eine Kapitalanlage in Form von Gold oder Immobilien empfiehlt sich erst dann, wenn eine große Menge Geld eingesetzt werden soll. Ansonsten fällt auch hier die Rendite eher gering aus. Obwohl man davon ausgehen kann, dass der Goldpreis in der nächsten Zeit nicht fallen wird, könnten sich andere Optionen als wesentlich lukrativer erweisen. Gleichzeitig bedeuten Sachwerte aber Sicherheit, und das ist aktuell ein Bedürfnis, das viele Sparer vor allem seit der Finanzkrise in 2009 in sich tragen.
Selbst die Verbraucherschützer von Stiftung Warentest raten in der momentanen Situation zu mittelfristigen Kapitalanlagen. Statt Sachwerte empfehlen sie Festgeldkonten mit einer Laufzeit von 36 Monaten. Zu den führenden Anbietern dieses Segments gehört derzeit die Bank of Scotland. Per anno wird hier ein Zinssatz von 3,6 % gezahlt, wobei das Geld über die Einlagensicherung des Finanzhauses geschützt ist. Kontoführungsgebühren oder andere Kosten fallen dabei nicht an. Wer lieber noch die Zinsentwicklung der nächsten Monate abwarten will, der erhält hier auch für das Tagesgeld noch immer einen Zinssatz in Höhe von 2,4 % und ein Startguthaben von 30 €.
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