
In Zeiten unberechenbarer Aktienkurse empfiehlt sich als Geldanlage eine Kombi aus Fest- und Tagesgeld.
Nach einer Forsa-Umfrage legt jeder dritte Sparer sein Geld am liebsten verzinst bei einer Bank an. Ganz neu ist aber der Trend, Kapital in Form einer Kombination von Tagesgeld und Festgeld anzulegen.Aktienkurse veranlassen viele Sparer aktuell, ihr Kapital sicher in Form von Tagesgeld oder Festgeld anzulegen. Mittlerweile gehen immer mehr Banken dazu über, auch eine Kombination aus beiden Anlageformen anzubieten. Der große Vorteil dabei: Anleger profitieren dabei sowohl von den höheren Zinsen beim Festgeld als auch von der Flexibilität, die das Tagesgeld bietet. Die Zinsen hängen dabei in der Regel von der Laufzeit und dem Anteil des täglich verfügbaren Kapitals ab. So lassen sich ideal Rücklagen aufbauen, auf die man jederzeit zurückgreifen kann.
Auch Christoph Hommel von der Verbraucherzentrale in Nürnberg rät, beim Anlegen von Tagesgeld oder Festgeld vor allem auf Flexibilität zu achten. Die Zinsentwicklung sei immerhin kaum und in manchen Fällen gar nicht mehr zuverlässig vorhersehbar. Der Finanzfachmann empfiehlt daher, kurz- und mittelfristige Termingelder zu mixen. Lediglich ein Viertel des vorhandenen Kapitals sollte als Tagesgeld angelegt werden. Für das restliche Geld befürwortet er eine Verteilung auf das Festgeld, wobei auch hier die Laufzeiten unterschiedlich sein sollten. (Idealerweise für einen Zeitraum von ein bis drei Jahren.) Allerdings sollte man vor dem finalen Abschluss eines Vertrages stets die aktuellen Konditionen in Augenschein nehmen.
Besonders beim Festgeld ist es bei vielen Banken Usus, dass das Geld nach Ablauf des Vertrages automatisch wieder für den gleichen Zeitraum angelegt wird. Haben sich zwischenzeitlich die Konditionen geändert, werden die aktuellen übernommen. Dies kann in einigen Fällen zu Zinsverlusten führen. Ärgerlich ist es auch, wenn das Kapital benötigt wird und das Termingeld dann gekündigt werden muss. In anderen Fällen wird das freiwerdende Kapital auch einfach auf das Girokonto überwiesen, wo es ebenfalls keine Zinsen bringt. Daher empfiehlt der Experte vor einem Vertragsabschluss genau festzuhalten, was nach Ende der Laufzeit mit dem Geld geschehen soll.